In Portugal gilt Cristiano Ronaldo seit Langem als Ikone, die weit über den Fußball hinausreicht. Er ist Kapitän, Rekordtorschütze der Nationalmannschaft und das Gesicht, das den Erfolg des portugiesischen Fußballs seit über zwei Jahrzehnten prägt. Daher kommt Kritik an Ronaldo oft eher von außerhalb Portugals als aus seinem eigenen Heimatland.
Nach dem 1:1-Unentschieden Portugals gegen die Demokratische Republik Kongo bei der Weltmeisterschaft 2026 ist jedoch das scheinbar Unmögliche geschehen.
Die Zeitung A Bola veröffentlichte einen Kommentar mit der provokanten Überschrift: „Danke für alles, Cristiano. Jetzt ist es Zeit zu gehen.“ Der Autor Nuno Saraiva bestritt Ronaldos Legendenstatus nicht. Im Gegenteil, er lobte den 1985 geborenen Superstar in höchsten Tönen, bevor er zu einem kontroversen Schluss kam.
Laut Saraiva ist Ronaldo der größte Spieler in der Geschichte des portugiesischen Fußballs und einer der besten Spieler der Weltgeschichte . Er holte Titel, stellte Rekorde auf und trug maßgeblich dazu bei, das Image des portugiesischen Fußballs weltweit zu stärken.
Das Problem liegt jedoch in der Gegenwart.
Mit 41 Jahren ist Ronaldo nicht mehr der Spieler, der einst jede Abwehr in Angst und Schrecken versetzte. Das zeigte sich deutlich im Spiel gegen die Demokratische Republik Kongo. Der portugiesische Kapitän spielte zwar die gesamte Partie, konnte aber kaum Akzente setzen. Er beteiligte sich nur minimal am Spielaufbau, blieb im Strafraum wirkungslos und vermittelte nicht mehr das Gefühl, ein Spiel wie früher entscheiden zu können.
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Portugiesische Medien haben erstmals öffentlich gefordert, dass Ronaldo aus der Nationalmannschaft zurücktritt und damit ein glorreiches Kapitel beendet, das sich über mehr als zwei Jahrzehnte erstreckte. |
Diese Realität hat viele dazu veranlasst, eine Frage zu stellen, die viele Jahre lang ein Tabu war: Verlängert Portugal die Ära Ronaldo zu lange?
Ein Krieg, den niemand gewinnen kann.
Bemerkenswert ist, dass Saraivas Artikel keinen aggressiven Ton anschlägt. Im Gegenteil, er ähnelt eher einem Abschied als einer Anklage.
„Ich schreibe diese Worte mit tiefer Dankbarkeit“, betonte der portugiesische Journalist.
Er glaubt, dass die Zeit der einzige Gegner ist, den Ronaldo nicht besiegen kann. Seit über 20 Jahren hat der Superstar in puncto Alter, Fitness und Torausbeute alle Grenzen gesprengt. Doch die Weltmeisterschaft 2026 deutet darauf hin, dass selbst Ronaldo dem Druck nur schwer widerstehen kann.
Einen Tag zuvor hatte Lionel Messi die Welt mit einem Hattrick für Argentinien im Alter von 39 Jahren verblüfft. Dies weckte ungewollt die Erwartung, dass Ronaldo mit 41 Jahren weiterhin glänzen könnte. Doch im Fußball verlaufen nicht immer Märchen.
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Der Held einer ganzen Generation steht vor einer beispiellosen Debatte: Ist es für Ronaldo an der Zeit, sich von der Nationalmannschaft zu verabschieden? |
Gegen die Demokratische Republik Kongo stand Ronaldo nicht mehr im Mittelpunkt. Er war zwar auf dem Platz, dominierte das Spiel aber nicht mehr so wie in seinen besten Zeiten. Dieses Bild hinterließ bei vielen portugiesischen Fans eher Bedauern als Enttäuschung.
Denn sie verstanden, dass es nicht an Kampfgeist oder Willenskraft lag. Ronaldo kämpfte wie immer. Nur sein Körper gehorchte seinem Willen nicht mehr.
Wenn ein Abschied zur Geste des Respekts wird.
Der letzte Teil von A Bolas Kommentar war der bemerkenswerteste, da Saraiva Ronaldo eindringlich aufforderte, über ein Karriereende nachzudenken. Laut Saraiva habe Ronaldo weder den Fans noch dem Fußball noch sich selbst etwas zu beweisen. Alle Rekorde seien gebrochen, alle Gipfel erklommen.
Dieser Journalist argumentiert, dass eine Legende nicht an Bedeutung verliert, wenn sie in den Ruhestand geht. Im Gegenteil, viele Legenden werden sogar noch größer, indem sie den richtigen Zeitpunkt zum Abschiednehmen erkennen.
Das ist eine potenziell kontroverse Ansicht in Portugal, wo Ronaldo nach wie vor uneingeschränkten Respekt genießt. Die Tatsache, dass solche Meinungen in einer der größten Sportzeitungen des Landes geäußert werden, deutet jedoch darauf hin, dass die Debatte um CR7s Zukunft nun tatsächlich begonnen hat.
Die Weltmeisterschaft 2026 ist jedoch noch nicht vorbei. Ronaldo hat noch einige Spiele vor sich, angefangen mit der Partie gegen Usbekistan. Und wie er im Laufe seiner Karriere schon oft bewiesen hat, sollte man nicht voreilig das Ende einer der größten Fußballer aller Zeiten prophezeien.
Quelle: https://znews.vn/cam-on-ronaldo-gio-la-luc-ra-di-post1661139.html

